Verwendung von Wolle in Teppichen


Wolle ...

  • ... ist das wichtigste Garn in der Teppichherstellung
  • ... wird in Knüpfteppichen, Handtuftteppichen und Handwebteppichen eingesetzt
  • ... wird vor allem als Flormaterial verwendet, bei Nomaden- und Bauernteppichen ist es auch im Grundgewebe zu finden


Bei der Wollqualität gibt es goße Unterschiede. Es wird zwischen folgenden Wollsorten unterschieden:

  • Schurwolle ist von lebenden Schafen geschorene Wolle
  • Gerberwolle wird von toten Tieren gewonnen und ist qualitativ minderwertig
  • Hochlandwolle ist hochwertige, widerstandsfähige Wolle von in Gebirgen lebenden Schafen; meist stammt die Wolle aus dem entsprechenden Knüpfland
  • Tieflandwolle ist die weiche Wolle von Schafen, die auf großen Ebenen leben; praktisch immer Importwolle zum Beispiel aus Neuseeland
  • Je größer die Stapellänge (durchschnittliche Länge der versponnenen Faser) der Wollfasern, desto hochwertiger ist das Wollgarn.
  • Maschinengesponnene Wolle lässt sich sehr gleichmäßig einfärben – ideal, wenn ein gleichmäßiges Warenbild gewünscht ist.
  • Von Hand versponnene Wolle nimmt Farbstoffe unterschiedlich gut auf, das Warenbild ist lebendiger, als bei maschinengesponnener Wolle.

Der Einsatz von Wolle in Teppichen bietet folgende Vorteile:

  • Wolle nimmt bis zu 36% ihres Eigengewichts an Wasserdampf auf, ist daher Wohnklima
  • regulierend
  • Oberfläche stößt Wassertropfen ab und schmutzt schlecht an
  • Gute Wärmeisolation
  • Angenehmer Griff
  • Elastisch, hohe Wideraufrichtekraft
  • Gutes Image, da Naturprodukt, nachwachsender Rohstoff


Ein paar Nachteile hat das Naturprodukt Wolle allerdings auch:

  • Nimmt stark Wasserdampf auf, kann also in immer feuchten Räumen verrotten
  • Teurer als Kunstfasern ähnlicher Optik
  • Neigt zum Fusseln
  • Muss vor Mottenbefall geschützt werden